Sei ein Original!

In wie weit ist denn unsere eigene Authentizität ausschlaggebend für die Entschleunigung?
Wie ehrlich sind wir denn zu uns selbst?

Es gibt einen schönen Spruch:

„Sei du selbst, denn alle anderen gibt es schon“!

Wir verbringen so viel Zeit und Energie damit, die Erwartungen anderer zu erfüllen, dass wir uns oft selbst gar nicht mehr wahr nehmen.

Das Einzige was wir in diesen Momenten noch spüren ist:
Müdigkeit! Im Körper und im Geist!

Die Erwartungen anderer zu erfüllen, bedeutet sich an deren “Welt- und Menschenbild” anzupassen. Wenn dieses nicht mit unserem übereinstimmt, wird uns die Erfüllung dieser Erwartungen immer schwer fallen!

Wahres Engagement, wahre Motivation darf/muss von Innen heraus kommen!
Es stärkt uns und spiegelt unsere Überzeugungen und damit uns selbst wieder!

Wir ehrlich bist du mit dir selbst?
Was tust du aus wirklicher Überzeugung?
Was um anderen gerecht zu werden?
Was ist der Sinn dahinter, sich für andere zu verbiegen?

Sich selbst spüren, achten, wertschätzen und schlußendlich: Zur eigenen Wahrheit zu stehen, das scheint die einzige Chance den – vermeintlich äußeren- Anforderungen in Würde selbstbewusst zu begegnen…

In diesem Sinne:

Sei ein Original!

Die Kunst des “sich Zeit lassen und nehmen”!

Ich muss nur noch schnell die Kinder ins Bett bringen.
Ich muss noch schnell was kochen.
Ich muss heute auf jeden Fall länger arbeiten.
Ich muss noch unser Treffen für Morgen vorbereiten.
Ich muss auf jeden Fall dafür sorgen, dass die Lieferung pünktlich ist.
Ich muss dringend meinen Mitarbeiter zur Rede stellen.
Ich muss am Samstag schon wieder bis um 22.00 Uhr arbeiten.
Ich muss jetzt schnell zum Training.
Ich muss sofort los, sonst müssen die anderen warten.
Ich muss noch schnell ins Reisebüro und unseren Urlaub klarmachen.
Ich muss jetzt aber dringend ins Bett.
Ich muss mich erst einmal ausruhen.
Ich muss heute noch mit meinen Freundinnen in die Sauna.
Ich muss jetzt noch schnell unters Solarium.

Wie viele „Ich muss“ hast Du?
Und an wie vielen „Ich muss“ hängt auch noch ein „schnell“ dran?

Meist fügt sich das „schnell“ in die Bereiche ein, die uns alleine gehören.
Der Sport, die Urlaubsplanung, die Kinder, die ins Bett gebracht werden wollen usw.

Aber das alles schnell?

Dürfen wir uns denn nicht Zeit lassen?
Den Kindern noch eine Geschichte vorzulesen und eine Runde zu kuscheln?
Den Urlaub mit Vorfreude und Sehnsucht im Reisebüro aussuchen?

Sich Zeit zu lassen bedeutet eigentlich, sich Zeit zu nehmen!
Für das, was der Moment gerade an Bedürfnissen erweckt.

Gerade im privaten Bereich haben wir es doch in der Hand!
Das Wichtige dabei ist nur: Prioritäten setzen!

Es ist schließlich deine Zeit! Und Du solltest bestimmen, was Du damit tust!
Schau mal genau hin, wann Du wirklich MUSST!!!
Und ob Du selbst bestimmst, wann Du willst!

Ich möchte Ihnen hier gerne ein Beispiel aus meinem Leben geben:

Gerade was das Treffen mit Freunden und auch Verwandten angeht handhabe ich es seit einigen Jahren so, dass ich mich spontan entscheide!
Parties, Familienfeiern was auch immer auf mich zukommt!
Sicherlich entscheide ich bei Hochzeiten und größeren Anlässen, wie runde Geburtstage auch nicht spontan, aber ich entscheide: Ist es mir wichtig an diesem Tag dabei zu sein!!!
Meine Familie und Freunde wissen, dass ich zu den „Nach-Lust- und Laune“ Entscheidern gehöre. Am Anfang wurde das eher kritisch beäugt, denn ich habe schließlich viele Erwartungen nicht erfüllt. Aber: Mittlerweile wissen alle, dass wenn ich an einer Feier teilnehme oder zur Grillparty komme, dass ich das auch möchte und gute Laune mitbringe.
Wie oft habe ich die Jahre zuvor mich auf irgendwelche Feierlichkeiten „geschleppt“, weil es so erwartet wurde. Denn: „Eigentlich wollte ich heute lieber zuhause bleiben“!

Ich entschied für mich: Ich mache das, wonach mir ist!!!
Ich bin müde, ich bleibe zuhause!
Ich will nicht grillen, ich gehe lieber ins Kino!

Etwas zu tun, weil man es möchte und nicht weil andere es so erwarten, bringt mir meine Entschleunigung!

“MORE DRAMA BABY”… Über Kings und Queens!

“Ich habe mir gewünscht, ohne Worte Hilfe zu erhalten, ich bin total enttäuscht” oder
“Eigentlich habe ich erwartet, dass du anrufst, aber du hattest wohl was Besseres vor”.

Kennt ihr das?

Ruck Zuck hat unser Gegenüber uns ein dermaßen schlechtes Gewissen gemacht, obwohl für uns eigentlich alles in Ordnung war!

Ihr fühlt Euch schlecht und eurem Gegenüber geht es wieder gut, da er seine Erwartungen bestätigt bekommen hat.

Wenn wir ein Weltbild haben, dass sich niemand um unser Wohlergehen bemüht, uns Anerkennung und Wertschätzung entgegenbringt, haben wir immer wieder die Möglichkeit in Form von Vorwürfen und Schuldzuweisungen, Sympathiebeweise hervorzurufen!

Die Erwartungen können nicht immer erfüllt werden, aufgrund von “nicht wissen”, “mangelnder Kommunikation”, “anderen Ansichten” etc.

Und so erhalten die Drama Kings und Queens immer wieder das schöne Gefühl im Recht zu sein!

Überprüfe auch du, wann und wo du sagst: Ich hätte eigentlich erwartet…..
Vielleicht will und kann dein Gegenüber diese Erwartungen nicht erfüllen.
Ist er deswegen ein schlechterer Mensch? Ein schlechterer Freund?
Was denkst du von deinen Mitmenschen und der Welt?

Beziehungen die bedinungslos sind, sind Beziehungen die einen “freiwilligen” Austausch im Nehmen und Geben haben.
Was immer dann kommt, es kommt von Herzen!

Keiner fühlt sich schlechter oder besser als der andere!

Es entsteht eine Harmonie!