Die dunkle, kalte Jahreszeit für die innere Flamme nutzen!

Ja, nun ist es vorbei. Mit der Wärme und der Helligkeit! Zumindest an den meisten Tagen, die nun folgen.

Was macht aber der Herbst mit uns?

Wir denken schon an den Winter, obwohl der Herbst eben erst so richtig angefangen hat.
Es ist kalt und ungemütlich und die Dunkelheit lässt vielleicht ein wenig Melancholie aufkommen. Und was liegt da näher als Aussagen zu treffen wie: „Ja, bei dem Wetter….“

Aber muss das sein?

Der Herbst ist der Monat mit der größten Farbenpracht. Die Wälder bieten uns ein Farbspektrum, das sonst kein anderer Monat für uns bereithält. Die Sonne lässt die Wälder in einem Gold glitzern und mir scheint es oftmals so, als würde die Natur, nach einem arbeitsreichen und kraftvollen Sommer den Übergang in die Ernte und Ruhephase feiern.
Wir dürfen ernten, was wir gesät haben.

Und nun ist es in meinen Augen auch nicht mehr von der Hand zu weisen, dass wir selbst dafür verantwortlich sind, was wir ernten. Sei es beruflich oder privat! Doch wie wir das so gewohnt sind, suchen wir die Verursacher meistens im Außen und der Herbst sowie der Winter bieten sich nahezu dazu an.

Es sind die entscheidendsten Fragen die wir uns in dieser Zeit stellen oder die beantwortet werden möchten. Es sind die Fragen, die unser Leben beeinflussen!

Wie möchte ich mein Leben leben/ Was möchte ich ernten?
Welche Person möchte ich sein oder bin ich denn wirklich?
Welches Werkzeug brauche, oder habe ich?
Und was kann ich dafür tun? Welche Samen muss ich säen?

Der Herbst und vor allem auch der Winter geben uns die Möglichkeit, uns mit diesen Fragen auseinander zu setzen. Wir werden nach innen gezwungen. Sowohl räumlich als auch gedanklich!
Wir können diese Zeit, da wir ja nicht raus können, permanent vor dem Fernseher verbringen. Wir können aber auch einfach eine Kerze anzünden, einen leckeren Tee kochen, schöne Musik anmachen und diese Zeit, die uns nun geschenkt wird auch für uns nutzen, um die Antworten auf unsere Fragen zu finden.

Bei vielen Menschen kommt nun mit der Dunkelheit oder der Stille auch eine Angst hoch! Denn wenn wir nicht mehr im Außen aktiv sein können und zur Ruhe gezwungen werden, die Stille einkehrt, werden wir auch gezwungen, uns mit uns selbst auseinander zu setzen.
Aber zum Glück gibt es ja den Fernseher, der die Gedanken in unserem Kopf oder gar die Stimme unserer Seele nicht hörbar macht, meist sogar sehr erfolgreich. Denn der nächste Frühling kommt mit Sicherheit und dann ist das Ganze wieder überstanden bis zum nächsten Herbst.

Wenn deiner Seele das Spiel mit dem Fernseher, oder was auch immer du für dich nutzt,  irgendwann zu blöd ist, wird sie sich etwas einfallen lassen, dass du ihr endlich gehör schenkst.
Von Jahr zu Jahr wird dein inneres Licht, zwar nicht aufhören zu leuchten, aber es wird kleiner. Es flammt irgendwann sehr traurig, ganz klein vor sich hin. Eingepackt wie in eine alte verstaubte Leuchte, kann von ihrem Licht kaum noch etwas nach außen gelangen oder Holz aufgelegt werden um es zum Lodern zu bringen. Hier und da wischt sie sich die kleine Flamme an der Leuchte eine kleine Stelle frei um voller Sehnsucht nach außen zu blicken.
„Ja, Ja, das ist es was ich möchte“ ruft sie vor Freude, bis….
Der Fernseher wieder eingeschaltet und dem Lichtlein die Freude wieder genommen wird.
Und dann kann es passieren, dass dir deine Seele die sich über das Lodern der Flamme freuen wollte, mal kräftig gegen das Schienbein tritt.

Denn deine Seele weiß, dass Du dafür verantwortlich bist, die Scheiben an deiner Leuchte zu putzen, und das Holz aufzulegen.

Doch was heißt es, wenn wir die Zeit nutzen um unser Innerstes zu fragen:
Was brauchst du, damit die Flamme in ihrer vollen Kraft und Größe lodern kann?

Es heißt, dass wir Entscheidungen treffen dürfen:

FÜR was entscheidest du dich?
Für ein zufriedenes, glückliches Leben?
Bist du bereit alles in deiner Macht stehende dafür zu tun?
Bist du bereit, das Holz sammeln zu gehen, dass deine innere Flamme lodern lässt?
Die Scheiben zu putzen und dir vielleicht auch manchmal die Finger zu verbrennen?
Du weißt, man kann Schwielen an den Händen bekommen!
Du kannst dich verletzen, Schweiß kann fließen und du kannst auch müde werden!

Doch… irgendwann kommt der Herbst… und du kannst ernten und die Fülle genießen!
Oder das wärmende Feuer in deiner Mitte!

Die Stille ist das Wunderbarste, was ich in meinem Leben entdecken durfte! Ich kann mich selbst wahrnehmen, hören wie mein Herz schlägt und mit ein bisschen Training konnte ich auch hören, was es mir zu sagen hat.

JETZT ist die Zeit und der Raum inne zu halten und das Leben neu auszurichten, sodass wir im Frühjahr die neuen Samen sähen und im Herbst ernten können.

Im Frühling erwachst du und säst du die Samen.
Im Sommer lebst du und arbeitest und erlebst du.
Im HERBST erntest, verarbeitest und reflektierst du.
Und im Winter stirbst du zufrieden und friedlich um im Frühling von neuem zu erwachen.

In diesem Sinne wünsch ich Dir eine spannende Entdeckungstour zu deinem Inneren!

Impulse dazu gibt es HIER!

2 thoughts on “Die dunkle, kalte Jahreszeit für die innere Flamme nutzen!

  1. Liebe Melanie,

    habe gerade mal eine kleine innere Einkehr gemacht und Deinen wunderschönen Newsletter gelesen. Wunder-Wunder Schön. Genieße Deinen Tee und Dein inneres Feuer und Leuchten. Alles liebe von Ulla

  2. Liebe Melanie, du hast die Jahreszeiten gut analysiert und Sinnvolles geschrieben.
    Für einen Naturführer wie mich, der das ganze Jahr meistens krank ist, habe ich auch erfahren müssen, dass da etwas schief läuft. Nun habe ich in der Tat etwas Neues gefunden, (wurde mir zugeteilt), ohne das Alte ganz aufgeben zu müssen. Das Neue hat begonnen und ich freue mich sehr darauf.
    Ganz liebe Grüße an meine Natur-Kollegin vom WaldRainer

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